Verkehrsinitiative Hagnauer Bürger e.V.
VIHaB e.V.

B31Neu-Planungsprozess - Regierungspräsidium trifft Trassen-Vorentscheidung zur B31Neu

Mit Spannung wurden am 26. und 27. November 2018 von den Verkehrsinitiativen und Interessenvertretern in den Foren des Dialog B31Neu-Prozesses die Entscheidung über die Vorauswahl möglicher Trassenführungen der B31Neu erwartet.
Ganz überrascht waren dann allerdings viele nicht, dass im Wesentlichen die bereits aus dem vergangenen Planungsprozess bis 2004 bekannten Trassenvarianten  0.1, 9.3 und 7.5 ausgewählt wurden. Wo auch sonst gäbe es in diesem begrenzten Raum Alternativen? Damit sind diese Varianten wieder Grundlage für die Ende 2019 anstehende Endentscheidung. Allerdings wurden jetzt eine Reihe von Untervarianten in bestimmten Abschnitten vorgestellt, die durchaus zu emotionalen Diskussionen anregen.

       Gemeinsam und solidiarisch im B31NEU BÜNDNIS PRO 7.5 PLUS 

 IMMENSTAAD  - HAGNAU - STETTEN  - WINZERVEREIN HAGNAU EG  -  BLHV-ORTSGRUPPE 


Die Vorauswahl der Trassenvarianten des Regierungspräsidiums

Etwas irritierend war zunächst die Umbenennung der bekannten Trassenbezeichnungen aus der früheren Planungsphase:

Korridor Süd mit dem Lösungsansatz A (Ausbau) ist jetzt die frühere Veriante 0.1.

Die seenahe Variante verläuft auf der bisherigen B31 und durchschneidet sowohl die seenahe Kultur- und Weinbaulandschaft, das Landschaftsschutzgebiet Bodensee sowie die Seegemeinden Stetten, Hagnau und Immenstaad. Für diese Gemeinden, die sich im B31NEU BÜNDNIS PRO 7.5 PLUS solidarisch zeigen, ist die Ausbauvariante absolut inkazptabel und eine unverzeihliche Bausünde in einem der touristisch attraktivsten Teile der Bodenseeregion, die durch nichts zu rechtfertigen ist. Schon der erste Blick auf die Karte zeigt die vielen notwendigen Bauwerke und Maßnahmen des Lärmschutzes, die immense Investitionen erforderlich machen und die Bauzeit maximal verlängern. Diese Variante führt zur direkten Betroffenheit einer Vielzahl von Anwohnern, die sowohl durch eine lange Bauphase wie auch nach der Fertigstellung mit dieser Verkehrsachse in direkter Nähe ihrer Wohnungen und Häuser leben müssen, denn nur für einen Teil der Strecke werden Lärmschutzmaßnahmen überhaupt gepüft. Für alle, die vom Tourismus leben in den seenahen Gemeinden leben - absolut desaströs!  Desaströs auch für die Verkehrsteilnehmer, die sich jahrelang über Ausweichstrecken und durch den Baustellenverkehr zu ihren Fahrtzielen quälen müssen.

Lösungsatz A im seenahen Südkorridor 

Der Mittelkorridor mit den Lösungsansätzen B ist im Wesentlichen die Linienführung der ehemaligen Trasse 9.3.

Auch dieser Korridor mit seinen Lösungsansätzen und Untervarianten ist aus vielerlei Gründen äußerst problematisch und trifft vor allen die Gemeinden Stetten und Immenstaad. Stetten wird halbseitig von dieser Variante umschlossen. Auch wenn aus Lärmschutzgründen und angesichts der fast direkten Bebauung sowohl eine Tiefelegung mit Überdeckelung und ein kleinerer Tunnel hergestellt werden soll, ist das für diese Gemeinde eine kaum annehmbare Lösung. 

Immenstaad würde ebenfalls massiv in den Teilorten Frenkenbach und Kippenhausen mit den Obstanlagen tangiert. Die Gemeinde selbst müsste eine Zerschneidung hinnehmen, selbst wenn hier eine Tieferlegung der Straße und eine Überdeckelung diese Lösung akzeptabel machen soll.

Der Lösungansätze B im Mittelkorridor 

Der Korridor Nord mit den Lösungsansätzen C1 und C2 entspricht zumindest in der Variante C.1.1 der früheren bereits linienbestimmten Vorzugsvariante 7.5. 

Die Variante C.1.1 ist deshalb auch die Linienführung, die ganz eindeutig und klar vom B31NEU BÜNDNIS PRO 7.5 PLUS  als die sinnvollste Lösung im Sinne einer tragfähigen Verkehrslösung angestrebt wird.  Auch wenn es sich hier um eine Neubaulösung handelt, ist es nicht gesagt, dass - wie immer behauptet wird - ein höherer Landverbraucht damit verbunden wäre. Diese Trasse braucht im Vergleich z.B. zur Ausbauvariante kaum zusätzliche herzustellende Gemeindeverbindungsweg und weniger Knotenpunkte bzw. Auf- und Abfahrten.  Rechnet man durch die Bündelungsfunktion mit ein, dass eine leistungsfähige B31Neu die B33 zwischen Markdorf und Ravensburg verkehrlich stark entlastet, so dass hier keine Ortsumfahrungen gebaut werden müssen, sieht eine realistische und weitsichtige Berechnung des Flächenverbrauchs vermutlich sogar besser aus, als bei allen anderen Varianten.  Darüber hinaus gibt es ein noch breiteres Spektrum an Argumenten, die für diese Trasse sprechen.  Man denke nur an die für die katastrophalen Auswirkungen einer Realisierung der Ausbauvariante B31 bei laufendem Verkehr.  Jahrelange Umleitungsverkehre mit allen Konsequenzen durch eine verlängerte Bauzeit werden dem Seetourismus massive Einbrüche bescheren und manchen die Existenz kosten. Den Verkehrsteilnehmern, die auf diese Route angewiesen sind, kostet es wohl den letzten Nerv. Jeder Unfall, jede Baustelle und sonstige Verkehrsstörung  auf der B31 führt schon jetzt zum Verkehrschaos und zu Situationen, in denen nichts mehr geht! 

Lösungsansätze C im Nordkorridor 

Written by BS on Montag Januar 28, 2019
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